Der Bau der Krankenstation kann losgehen – das ok ist eingetroffen!

Die Baupläne liegen unserem Partner vor, der Bauplatz in Zano, einem der 92 Dörfer von Tenkodogo, ist ausgewählt, Kostenvoranschläge sind eingeholt, die Entscheidung, wer bauen soll, ist getroffen. Und jetzt haben wir auch das OK des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die erste Tranche von rund 40.000 Euro wird noch vor Weihnachten abgerufen und nach Tenkodogo zu Ocades weitergeleitet. Die Arbeit kann beginnen. Wir werden rgelmäßig berichten.

Wir haben inzwischen die Bohrung des erforderlichen Trinkwasserbrunnens in Auftrag gegeben, 12.000 Euro sind dafür überwiesen. Seit wenigen Tagen ist das Wasser gefunden, der Bau des Brunnens mir Solarpumpe und eines Wasserhochspeichers ist gesichert. Die Ausstattung der Station mit Möbel, medizinischem Gerät und Bedarfsmaterial und einer Startausrüstung an Medikamenten, Impfstoffen und dergleichen in Höhe von 18.000 Euro sollte eigentlich von der Stadt Tenkodogo finanziert werden, doch angesichts der finanziellen Schwäche des Staates Burkina Faso wollen wir nicht riskieren, dass nach Baufertigstellung die Arbeit der Krankenstation nicht beginnen könnte. So haben wir die Kosten ebenfalls übernommen. Das gilt auch für dein Einbau einer Solaranlage für Licht und den Medikamentenkühlschrank. Das Personal wird aber von der Stadt Tenkodogo gestellt und bezahlt.

In der Zeitplanung sind wir auch wegen der Pandemie um etwa ein knappes Jahr nach hinten gerückt und setzen jetzt auf den formellen Projektbeginn Dezember 2021. Arbeitsbeginn der Station ist für spätestens Ende 2022 angesetzt. Bis dahin bleibt aber noch viel zu tun. Unser Partner, die Katholische Entwicklungsorganisation OCADES und insbesondere deren Generalsekretär Abbé Mathieu Balima, werden dabei die Hauptlast zu schultern haben: Kooperation mit dem Rathaus und der stattlichen Gesundheitsbehörde zu gewährleisten, die Bauleitung und -überwachung zu organisieren und vieles mehr.  

Über die Begleitaktivitäten einer mehrmonatigen Sensibilisierungskampagne für zehn bis zwölf Dörfer mit rund 12000 Einwohner*innen berichten wir demnächst und über deren Fortgang natürlich auch.

An dieser Stelle möchten wir allerdings auch unsere schön früher geäußerte Bitte wiederholen: Helfen Sie mit an der Vollendung der Krankenstation Zano und unterstützen Sie deren Finanzierung. Dies können Sie tun, indem Sie eine Spende überweisen, jeder Euro ist willkommen!

Das können Sie auch tun, indem Sie beispielsweise für Weihnachten Geschenke bei uns aus kleinen Werkstätten in Ougadougou besorgen: Bronzearbeiten kunstvoll gefertigt von dem Bronzekünstler Hamidou Ouedraogo, Textilien aller Art von Sunoogo, einer kleinen Näherei oder Holzarbeiten und wundervolle Seifen hergestellt aus Karité- (Shea-)Butter. Einen ersten Eindruck bekommen Sie schon mal in unserem neuen Katalog, der komplett überarbeiteten und erweitert den bisherigen Katalog ablöst. Dabei hoffen und setzen wir auf Ihre Unterstützung - jeder Euro, jeder Einkauf, jede Spende ob klein, ob groß ist dabei wichtig! Kontakt über: Katalog@fht-online.de.

Ausführlichere Informationen über das burkinische Gesundheitswesen finden Sie auf dieser Seite. Unser Spendenkonto finden Sie hier.

(Stand: 1. Dezember 2021 - RS)

Unser Projekt „Sanitätsstation“

Das Gesundheitssystem in Burkina Faso stützt sich im Wesentlichen auf die Sanitätsstationen (CSPS), da es Krankenhäuser nur in Städten gibt und die wenigsten Menschen wegen der äußerst dürftigen Verkehrsinfrastruktur und fehlender Transportgelegenheiten unmittelbaren Zugang haben.
Die staatliche Gesundheitsplanung sieht vor, dass niemand mehr als 5 km Weg zu einer Sanitätsstation zu bewältigen haben sollte. Dieses Ziel wird in Tenkodogo bei weitem nicht erreicht. Inzwischen gibt es zwar ein neues Krankenhaus der medizinischen Allgemeinversorgung, doch für dierund 120.000 Einwohner*innen in den 92 Dörfer und für  Tenkodogo selbst gibt es gerade 17 Sanitätsstationen. Unser „Projektdorf“ Zano ist etwa 12 km von der nächstgelegenen Sanitätsstation in Tenkodogo an der gut ausgebauten N 16 gelegen und schließt damit die 25 km Nord-Süd-Lücke. 

Wie sieht eine Sanitätsstation (CSPS) aus?
Die Sanitätsstationen werden heute nach einem Musterbauplan errichtet: Ein Gebäude für die Untersuchung und die Behandlung (auch Impfungen), ein „Geburtshaus“, wo Frauen auch die ersten drei Tage nach der Geburt verbringen können, ein Gebäude für die Apotheke und das Lager von Materialien und ein viertes Gebäude mit zwei Wohnungen für Krankenschwester oder Sanitäter. Selbstverständlich werden auch Latrinen für das Personal und Patienten benötigt.

Welche medizinischen Leistungen können in Anspruch genommen werden?
Die CSPS sind gewöhnlich mit drei bis vier ausgebildeten Krankenschwestern/Sanitätern und einigen Praktikanten besetzt. Diese leisten die Erstversorgung bei Krankheiten und Verletzungen, beraten Schwangere, leisten Geburtshilfe. Diese Schwangerschaftsbetreuung wird immer mehr angenommen, was die Mütter- und Säuglingssterblichkeit bereits erheblich hat sinken lassen. Weiterhin ist jede CSPS dafür zuständig das staatliche Impfprogramm in ihrem Bereich umzusetzen. Alle Neugeborenen im Zuständigkeitsbereich werden erfasst  und die Einhaltung des vorgegebenen Impfplanes für die ersten fünf Jahre des Kindes überwacht. Gegebenenfalls werden Familien in den Dörfern aufgesucht, wenn die Kinder nicht in die Station zum vorgegebenen Termin gebracht werden..
Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Gesundheitsberatung z.B. zur Malariabekämpfung, aber auch zur Geburtenkontrolle und zur Durchsetzung des bestehenden Verbots weiblicher Genitalbeschneidung. Die Bedeutung der CSPS für die Gesundheit der Bevölkerung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Für den Notfall eines Krankentransportes stehen allerdings in den seltensten Fällen Fahrzeuge zur Verfügung. Auch Stromversorgung besteht nur in wenigen Einzelfällen, Impfstoffe müssen in mit Propangas betriebenen Kühlschränken aufbewahrt werden. Die wichtige Versorgung mit Trinkwasser wird grundsätzlich über Brunnen gewährleistet.

Ziel des Freundeskreises
Unser Projekt „Sanitätsstation“ sieht in schon getroffener Absprache mit den zuständigen Verwaltungsstellen vor, eine CSPS in der Nähe von Zano so zu errichten. Damit befinden sich etwa zehn bis zwölf Dörfer mit bis zu 12.5000 Einwohner in deren Einzugsbereich. Den Standort wird die Gesundheitsverwaltung in Absprache mit der Stadtverwaltung von Tenkodogo suchen und festlegen, die Versorgung mit Personal und Sachmittel ist gewährleistet.

Wir müssen uns jetzt daran machen, die erforderlichen Mittel von rund 100.000 Euro zu beschaffen!

Werner Wittchen (März 2016/2018)

Gesundheitsversorgung in Tenkodogo

Im Departement Tenkodogo gibt es ein Zentralkrankenhaus und (Stand 2005) 15 CSPS. CSPS steht für Centres de Santé et de Promotion Sociale, es sind Einrichtungen der medizinischen Erstversorgung. Ein CSPS besteht normalerweise aus einer Ambulanz, einer Entbindungsstation mit Impf- und Vorsorgediensten für Säuglinge und einer Apotheke. Die Dichte der CSPS ist noch sehr gering, so dass mehr als 50 % der Bevölkerung über fünf km vom nächsten CSPS entfernt sind. Der Richtwert für die Einrichtung eines CSPS ist zehn km.

Die personelle Ausstattung eines CSPS besteht aus Krankenpflegern/ Krankenschwestern und Hebammen. Ärzte gibt es nur im Zentralkrankenhaus. Allerdings ist das Pflegepersonal dafür ausgebildet, die häufigsten Erkrankungen zu behandeln.

Die häufigsten Fälle sind Malaria. Rund 80 % der Bevölkerung ist davon betroffen. Danach folgen verschiedene Parasitosen und Infektionskrankheiten, vor allem Magen-Darm-Erkrankungen. HIV spielt eine relativ geringe Rolle. In Centre-Est sind (Stand 2005) rund 1,3 % der Bevölkerung sero-positiv. Dabei sind die Frauen mit 1,6 % stärker betroffen als die Männer mit 0,9 %.
Bei den Entbindungen besteht eine zunehmende Tendenz zur Geburt in einer Entbindungsstation. Es gibt auch noch Hausgeburten mit Hebamme, Hausgeburten ohne Hebamme sind verschwindend gering. Durch die Entbindung in einem CSPS können die Kinder registriert und in das Vorsorgesystem eingebunden werden.

Dies hat wesentlich dazu beigetragen, die Kindersterblichkeit zu verringern.Unterhalb der CSPS wäre es für die Erstversorgung sehr hilfreich, die Lehrer an den Schulen zu Ersthelfern auszubilden und mit einer Grundausstattung zu versehen.

Inge Franck (März 2014)




Hier folgen bald einige Fotos von unserer gerade abgeschlossenen Mitgliederreise

Gute Nachricht: Viel und gutes Wasser gefunden

Beispielfoto einer Brunnenbohrung 2015 in Goursampa

Eine Krankenstation ohne Wasser geht nicht. Der Freundeskreis hat deshalb zusätzliche 12.000 Euro für Suche, Bohrung und Inbetriebnahme eines Trinkwasserbrunnens bereitgestellt.

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Kunsthandwerk aus Burkina Faso auf dem Hofheimer Wochenmarkt

Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo mit neuem Angebot am Untertor in Hofheim am Samstag, den 3. Juli 2021, ab 9.00 Uhr

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Neujahrsgrüße aus Tenkodogo

So sieht die Weihnachtsmesse in der Hauptkirche von Tenkodogo aus. Dazu senden Schülerinnen und Schüler eines Deutschkurses unseres Freundes Paul Ilboudou herzliche Neujahrsgrüße nach Hofheim.

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